Schönes weekend? – #metoo

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Weekends #metoo

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Eine seltsam ruhige Woche nimmt ihren Ausklang und irgendwie scheint, aller hektischen Betriebsamkeit auf Erden zum Trotz, das Rad hierzulande – in Jamaika – gerade still zu stehen. Außer den Windrädern natürlich 🙂 Danke dafür, Herwart. Super Name übrigens ….

Was macht denn eigentlich Kim Jong-Un heute? Lange nichts gehört! Und Erdogan? Ist wohl im Hamam eingeschlafen.

Aber ganz im Ernst: ohne die Katalanen wäre diese Woche tatsächlich tote Hose gewesen. Nicht mal der gelbgesichtige Donald hat für große Schlagzeilen gesorgt: Die Amis sind tablettensüchtig. Nix Neues, trotzdem mal den Notstand ausrufen! Die Kennedy-Akten werden freigegeben? Wohl eher ein Thema für die Hollywood-Lobby.

Nicht dass ich so ein sensationsgeiler Typ wäre, aber irgendwie habe ich schon spannendere Wochen als diese erlebt. Gut, die Lage in Spanien scheint irgendwie zerfahren. Man neigt als freiheitsliebender Mensch natürlich sofort dazu, den Katalanen viel Glück zu wünschen mit ihrem neuen Staat. Da ihn jedoch keiner anerkennt in Europa und seine Regierung direkt mal von Madrid entmachtet wurde, hilft dieses kurze Glück jetzt auch keinem weiter, weil eh‘ vorbei.

Auf der anderen Seite wundert man sich über den Zuspruch, den es von allen Seiten für dieses Unterfangen gab und gibt. Man stelle sich vor, die Bayern würden tatsächlich Ernst machen und sich von Deutschland abspalten wollen. Alter, dann wär‘ hier aber auch was los! Obwohl es natürlich ein reizvoller Gedanke ist, so ganz ohne die Bayern …. 😉

Am Ende steht aber ein bedeutender Fakt, die traurige Wahrheit dieser Zeit: Europa bricht auseinander, Stück für Stück. Wo früher Einigkeit und Zusammenhalt zugunsten eines starken Europas gepredigt wurde, zerfallen seine Nationen heute in zerstrittene „Communities“ wider Willen. (Ich hätte statt Communities auch Gemeinschaften schreiben können, das wäre allerdings das Gegenteil.)

Es bereitet mir ausgesprochene Sorgen, wenn ich daran denke, wie das wohl in zehn oder zwanzig Jahren ausschaut, wenn Tom groß ist. Was wird dann von Europa noch übrig sein? Diese Dinge schmerzen jeden überzeugten Europäer. Und ich möchte sagen: #metoo!

Eine seltsame Kampagne, dieses #ichauch. Nicht dass ich mich darüber lustig machen möchte, ganz im Gegenteil: Jeder soll sich beschweren dürfen, worüber er möchte. Die AfD darf das schließlich leider auch. Aber ich würde doch gerne vorschlagen, die Straftat sexueller Missbrauch von Proleten-Gehabe wie Arschgrapschen zu trennen. Beides ist absolut zu verurteilen, ohne Frage! Aber im Falle des Arschgrapschens habe ich nie wirklich verstanden, warum die Frauen den Wichsern nicht einfach mal eins auf die Fresse hauen oder besser noch: in die Eier! Das kann natürlich auch rein verbal erfolgen, klar. Aber Tatsache ist doch: Sich nach etlichen Jahren im Internet auszuzwitschern, bringt doch eher relativ wenig.

Allerdings habe ich bei der Recherche auch mindestens fünf konträre Meinungen zum Thema gefunden, die allesamt ihre Daseinsberechtigung haben. Deshalb denke ich, werden wir uns das Ganze in nächster Zeit einmal genauer in meiner Kultur-Rubrik What’s life? anschauen, um hier nicht den Rahmen zu sprengen.

Der Rest der Woche war Jamaika. Das wäre jetzt schön, wenn ich damit die Insel meinen würde. In Sachen Regierungsbildung bedeutet das allerdings: Unwilligkeit, Unvernunft und Unbelehrbarkeit.

Wer mitten in den Koalitionsverhandlungen wieder anfängt, Wahlkampf zu machen, sich kompromisslos, aber konfrontationsfreudig zeigt, der hat es eigentlich nicht verdient, an der Spitze unseres Staates zu stehen. Und mit dieser Zerstrittenheit hängt der europäische Separationstrend wie ein Damoklesschwert ebenfalls über unseren Köpfen. Was bleibt denn, wenn sich die vielzitierten #87% genauso einig sind, wie die verhassten 13? Machen wir uns deshalb am besten nichts vor: Wir sind keinen Deut besser, es geht Richtung Spanien. Aber wollen wir das?

Denkt doch mal drüber nach! Aber jetzt erstmal noch einen schönen Sonntagabend.

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