Selbstverordnete Sendepause

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Testbild Papa Tom

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Liebe Freunde der leichten Unterhaltung, heute ist keine normaler Sonntag – also zumindest für mich nicht! Denn vor mir stapelt sich jede Menge Aufgeschobenes, Unerledigtes und zahllose Dringlichkeiten, die mich anbetteln, endlich mal erledigt zu werden. Das interessiert niemanden außer mir, ich weiß! Und doch ist es der Hauptgrund, dass ich mich mal kurz zurückziehen werde, zumindest für ein paar Wochen. Das kleine Köpfchen raucht und braucht dringend mal wieder etwas Ruhe, um sich neu sortieren zu können. Daher verordne ich Papa Tom den Februar über eine kleine Sendepause.

Es ist also kein normaler Sonntag, an dem ich die Ruhe genießen kann, mir Gedanken über die vergangene Woche mache und diese verrückte Zeit, in der wir leben. Im Grunde hat es sich in den letzten Wochen auch schon angedeutet. Nein, kein Burnout! Aber Papa Tom ist vom Freiberuflertum wieder zurückgekehrt ins schöne, sorgenfreie Angestelltendasein. Ein Umstand, der mich natürlich erst einmal froh stimmt. Gleichzeitig bleibt nun aber auch so einiges liegen. Und das Erste davon beschäftigt mich just an diesem Sonntag: Die Steuererklärung schreit laut nach mir: sie will gemacht werden.

Da liegt auch noch ein Blogbeitrag, der seit Wochen darauf wartet, endlich fertig geschrieben zu werden. Es soll um unsere Medienlandschaft gehen, mein Fachgebiet, um Fake News, die Lügenpresse und um mein neues Lieblingsschlagwort: die Aufmerksamkeitsökonomie, der wir alle aufsitzen. Aber wie immer, wenn man sich etwas Größeres vorgenommen hat und deshalb besonders genau sein will, kommt einfach ständig etwas dazwischen.

Dazu kommt eine Welt, die sich an der einen Stelle überhaupt nicht dreht, wie im politischen Berlin zum Beispiel, oder sich einfach viel zu schnell dreht, wie bei allen anderen Themen, die wir aus schierer Überinformation kaum noch verdauen können. Zu oft kreisen die gleichen Gedanken um dieselbe Sache, ohne dass wir auch nur einen Schritt vorankommen. Und während es in der Gesellschaft immer heftiger brodelt, schaltet mein kleines Köpfchen dann auf Durchzug, drückt den Notausschalter und verordnet sich eben eine Sendepause. Man muss einfach wissen, wo man helfen kann und wo man sich nur kaputt macht.

Seid mir deshalb bitte nicht böse! Im März beginnt nicht nur der Frühling wieder aufs Neue, auch Papa Tom ist dann wieder am Start. Den versprochenen Beitrag über die Medien liefere ich euch dann selbstverständlich auch nach, denn eins ist gewiss: Bis dahin wird sich mit Sicherheit gar nichts geändert haben, und schon gar nicht zum Besseren. Bleibt also genug Zeit, um sich dann wieder dieser Welt zu stellen.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute, habt eine schöne Zeit und passt auf euch auf.

Liebe Grüße,

Papa Tom

 

Titelbild: FuBK-Testbild © Rotkaeppchen68/Wikipedia.debearbeitet, CC BY-SA 3.0

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